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  Regierungsbündnis büßt Mehrheit im Parlament ein - verschiedene Koalitionen möglich
Nach Abschluss der zweiten Runde der Parlamentswahlen in Litauen sind nun verschiedene Koalitionen möglich. Die Populisten der "Arbeiterpartei" des russischstämmigen Unternehmers Viktor Uspaskich haben in der zweiten Runde der Parlamentswahlen in Litauen zu den in der ersten Runde errungenen 22 Mandaten 17 weitere hinhzugewonnen und werden daher im Parlament die stärkste Gruppierung mit 39 von 141 Mandaten stellen. An zweiter Stelle steht die Koalition Brazauskas-Paulauskas, die auf 31 Mandate kam vor der konservativen Vaterlandspartei mit 25 Mandeten. Das Bündnis von Liberalen und Zentristen errang 18 Mandate, die Koalition von Ex-Präsidenten Rolandas Paksas 10 Mandate, die Vereinigung von Landarbeiterpartei und neuen Demokratie ebenfalls 10, sowie die Aktion polnischer Wähler 2 Mandate.
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Die gegenwärtige Regierung
Gegenwärtiger Premierminister (seit 2001) ist  Algirdas-Mykolas Brazauskas, der eine Koalitionsregierung von "sozialdemokratischer Arbeiterpartei" und des sozialliberalen "Neuen Bündnis" anführt.
 
Die nächsten Parlamentswahlen finden im Herbst 2004 statt.
Das Parlament (Seimas) besteht aus einer Kammer mit 141 Abgeordneten.

Die Regierung wird von einem Premier-Minister (ministras pirmininkas) angeführt.  
Sitz des Parlamentes und Amtssitz des Präsidenten ist die Hauptstadt Vilnius.
Parlament - Seimas - in Vilnius.
Litauen ist eine parlamentarische Demokratie  mit ausgeprägten präsidialen Elementen.

Staatsoberhaupt ist der vom Volk direkt gewählte Präsident. Die Regierung wird von einem Premierminister angeführtAm 25.10.1992 wurde per Referendum die Verfassung angenommen.

In ihr ist die Gewaltenteilung von Exekutive, Legislative und Jurisdiktion verankert. Sie enthält auch einen Grundrechtskatalog.
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Der Präsident der Republik Litauen
Vorgänger im Präsidentenamt
ist bereits in der zweiten Amtszeit Valdas Adamkus. 1926 in Kaunas geboren, emigrierte er als 18-jähriger gemeinsam mit seinen Eltern zunächst nach Deutschland, 1949 ging es weiter in die USA. Zuletzt war Adamkus dort im öffentlichen Dienst im Umweltbereich tätig. War Adamkus bei seiner Rückkehr aus dem Exil noch ein absoluter “Nobody”, konnte er sich in der Folge in Litauen als unabhängiger Politiker profilieren. Bei den Präsidentenwahlen 1998 gelangte er in die Stichwahll, bei der er überraschend den als
Direkter Vorgänger von Valdas Adamkus ist Kurzzeitpräsident  Ro
Valdas Adamkus.
minister der Republik Litauen an, das er aber nur kurz ausübte. Anschließend arbeitete er im Beraterstab von Präsident Adamkus.  Im April 2000 wurde Paksas ein zweites Mal zum Bürgermeister von Vilnius gewählt. Von Dezember 1999 bis zu seiner Wahl zum litauischen Präsidenten war Paksas Parlamentsabgeordneter und Vorsitzender des “Litauischen Liberalen Bündnisses” (Lietuvos liberalu sajunga). Die  Präsidenten-Amtszeit von Rolandas Paksas wurde von Vorwürfen des Amtsmissbrauchs überschattet, die schließlich auch zum erzwungenen Rücktritt von Paksas führten. Nachdem eine Aufdeckung der anderen folgte war selbst für die Paksas-Fans klarr, dass der charismatisch wirkende Politiker den Bogen überspannt hatte.
Favoriten gehandelten Arturas Paulauskas schlug. Ebenso überraschend unterlag er Rolandas Paksas im 2. Wahlgang der Präsidentschaftswahlen 2003, nachdem er im ersten noch klar geführt hatte.
Rolandas Paksas legte aber nicht nur einen schlechten Start als Präsident hin - er verfing sich auch in Vorwürfen der Förderung mafiöser Strukturen. Ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs mündete im erzwungenen Rücktritt des nach nur einem Jahr Amtszeit. Wieder war Valdas Adamkus zur Stelle und schaffte das Prognostizierte: Er gelang in die Stichwahlen und konnte diese für sich entscheiden. Ein gewisses Manko der Präsidentschaft stellt das hohe Alter des Präsidenten dar, der bei Amtsantritt zur jetzigen Kadenz bereits 78 Jahre zählte.
Weitere Präsidenten a. D.
Algirdas-Mykolas Brazauskas 
25 Nov. 1992 - 25 Feb. 1993 als  Vorsitzender des Parlaments, vom 25. Februar 1993 bis 25. Februar 1998 als Präsident. Nachdem Brazauskas 1998 auf eine Wiederkandidatur verzichtete, kehrte der Links- politiker später in die Politik zurück und ist nun Premier.



Vytautas Landsbergis  
 11 März 1990 - 25. November  1992  
als Vorsitzender des "Höchsten Rates"
Vytautas Landsbergis
Stand: Sept 2004
Premier A.M. Brazauskas (Sozialdemokratei).
Der “alte Fuchs”  der litauischen Politik war auch bereits Präsident und Oppositionsführer.
 
 
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