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Religion
 
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KATHOLIZISMUS
70 Prozent der litauischen Bevölkerung sind Katholiken. In der Zeit des Kommunismus spielte die Kirche eine wichtige Rolle bei der Stützung der nationalen Identität der Litauer.

Litauen wurde als letztes Land Europas im 14. Jahrhundert christianisiert. Im Katholizismus Litauens, seine Bräuchen und Vorstellungen haben sich manche Spuren vorchristlicher Naturreligiosität erhalten.

Während der  Zeit des Kommunismus wurde die religiöse Erziehung vielfach von der "mociute", der Großmutter, übernommen.  
Verglichen mit Westeuropa herrscht bei der Jugend ein bemerkenswertes Interesse an der Religion.

Zu den großen Herausforderungen der katholischen Kirche Litauens zählt die Umsetzung des "Zweiten Vatikanischen Konzils" sowie die Auseinandersetzung mit Konsummentalität und Orientierungslosigkeit  aber auch der sozialen Frage.

Eine der Hauptaufgaben sieht man in der Katechese und im Religionsunterricht, den man verstärkt in die Pfarreien zu verlagern sucht. Ganz allgemein will man die Pfarrgemeinde als solche aufbauen und als Ort vermitteln, wo man sich auf die Sakramente vorbereitet - sei es Taufe, Firmung, Kommunion, Beichte, Ehe. Entsprechende Vorbereitungskurse sollen verbessert und strukturiert werden. Gestärkt werden sollen das gläubige Selbstbewusstsein der Menschen und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl mit der Gemeinde.
MINDERHEITEN BEKENNTNISSE

Minderheits-Bekenntnisse in Litauen sind die russisch-orthodoxe Kirche, die evangelische Kirche, einige Freikirchen -  vor allem charismatisch aussgerichtete, die sogenannten "Altgläubigen" (Absplitterung von der orthodoxen Kirche) - sowie die jüdische Glaubensgemeinschaft, die einst zu den prägenden Kräften in den Städten zählte.  
Nach dem verbrecherischen Judenmord durch Hitler-Deutschland während des Zweiten Weltkriegs ist die Jüdische Gemeinde allerdings sehr stark dezimiert.  
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Glockenturm in Vilnius
Vorchristliche Religion in Litauen
 Die alten Litauer fühlten sich als Teil der Natur. Die Grenzen zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und Götterwelt schienen Ihnen fließend. Alles war eins.
Die Menschen fühlten in sich eine geheimnisvolle Kraft des Lebens, die auch den Tod relativierte. Bestimmten Orten, Tieren und Pflanzen (etwa der Eiche, Linde und Eberesche) wurde besondere Macht zugesprochen.  
Was Petrus von Duisburg über die alten Preußen schrieb, trifft auch auf die alten Litauer zu: “In Unkenntnis des christlichen Gottes vergöttlichten sie die gesamte Welt: die Sonne, den Mond mit den Gestirnen, den Donner, die Vögel und das vierbeinige Getier...Sie hatten auch heilige Wälder, Felder und Gewässer, wo niemand es wagte, weder einen Baum zu fällen, noch die Erde zu bearbeiten noch Fisch zu fangen.”
Als Anfang des 14. Jh. christliche Priester ins Land kamen, existierten in der Hauptstadt Vilnius lange Zeit heidnische Tempel und Schreine neben christlichen Mönchsklöstern. Unter der Bezeichnung “romuva” wurden Ende des 20. Jhdt. von einer kleinen Gruppierung die Wiedererrichtung des Heidentums propagiert.
Einige Götter der alt-litauischen Religon

PERKUNAS
Gott des Donners und Blitz, der Atmospähre und Natur, befruchtete in jedem Frühling die Erde.


LAIMA
Göttin des Schicksals, des Geboren-Werdens und Sterbens..

DIEVAS SENELIS
lehrt die Menschen und üperprüft ihre Moral.

AITVARAS
Hausgeist im alten Litauen.

DIVITYS
Gott der Fischerleute

BAUBAS
Böser Geist



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Perkunas-Skulptur aus Granit von A.Raudonis um 1930
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Eingang der St.-Kasimirs-Kirche in Vilnius.
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